Autorin: Claudia Heydolph
Entdeckt habe ich Hörnum zufällig, im Rahmen einer Recherche für andere Sylt-Themen Anfang 2005. Ich las in einer kleinen Zeitungsnotiz, dass ein namhafter Schweizer Ferienkonzern zusätzlich zu Objekten in Westerland ein großes Resort in Hörnum bauen wollte. Genau dort, wo das ehemalige Kurhaus stand und der Bürgermeister sein Büro hatte. Das machte mich neugierig …
Als der Kameramann und ich am 29. März 2005 mit unseren dokumentarischen Beobachtungen begannen, hatten wir einen Film von 60 Minuten innerhalb von 3 Jahren im Sinn – um die Wirkung von Tourismus und folglich Zeitgeschichte sichtbar zu machen. Doch dann kam das große Projekt zur Konversion der Kasernenanlage dazu und es gab viel mehr zu beobachten …
Der 1. Teil der geplanten Triologie zeigt den Aufbruch aus dem Dornröschenschlaf von 2005 bis 2007. Dieser Film hatte 2007 Premiere auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck, wurde mehrfach im Kino gezeigt und ist auf DVD erschienen. Die wichtigen Jahren bis zur Fertigstellung von zwei touristischen Großprojekten 2007 bis 2009 sind schon verfilmt. Für Schnitt und Veröffentlichung fehlten dann aber die finanziellen Mittel. Was Hörnum heute, im Jahre 2011 ist, kann jeder sehen. Aber auch das würde ich gern noch verfilmen. Um die Langzeitdokumentation über den historischen Umbruch im Sylter Süden zu vollenden. Um diejenigen zu zeigen, die diesen Umbruch möglich gemacht haben und diejenigen, für die dieser Umbruch ein neues Leben bedeutet. Visionen und Wirklichkeit in einer einzigartigen Landschaft machen die Geschichte von Hörnum für mich als Autorin so interessant, dass ich sie gern zu Ende erzählen würde.
Ursprünglich habe ich mich um eine Ausstrahlung im Fernsehen bemüht. Doch das Internet macht eine ganz andere Form der Langzeitdokumentation möglich: den Web-Dokumentarfilm. In einem Videoblog werden alle Episoden der Geschichten von 2005 bis 2011 nacheinander zu sehen sein und mit Bonusmaterial umfangreich ergänzt werden. Auch Beiträge von Hörnumer/innen, Sylter/innen und anderen Interessierten haben darin Platz. Diese virtuelle Dokumentation kann zudem im Internet dauerhaft erhalten bleiben oder auch ergänzt werden – als eine Art filmisches Museum über die Vergangenheit.
Biografisches:
Claudia Heydolph ist promovierte Kunsthistorikerin und arbeitet seit 15 Jahren als Journalistin in Hörfunk, TV und Online.
Was einen Anfang hat … muss auch ein Ende haben!
Tschüss Tristesse geht weiter. So wie 2005 geplant. Nur ein bisschen anders.
Der Ausblick ... ist zugleich der Eingang in ein zukünftiges Online Museum.
Ausblick
Das Blog zum Film
Aktuelles
Wer schreibt hier
Die Autorin und Initiatorin des Projektes Claudia Heydolph


